Anmerkungen zur Resolution des Tübinger Gemeinderats zum Natursteinpark Rongen

In einer Resolution an das Regierungspräsidium Tübingen und die zuständigen Ministerien des Bundeslandes BW bekundet der Tübinger Gemeinderat (gemäß Schwäbischem Tagblatt vom 7.1.2016) aktuell seinen Wunsch, der Natursteinpark Rongen möge eine Betriebsgenehmigung für das Waldgelände im Schindhau bekommen, auf dem er bisher ansässig ist. Eine Umsiedelung hält der Gemeinderat nun für „ökologisch und ökonomisch bedenklich“. Im Juli 2015 verfolgte der Planungsausschuss des Tübinger Gemeinderats noch das Ziel, den Baustoffhandel Rongen auf eine bisher intakte Ackerfläche im Neckartal umzusiedeln.

Es ist sehr erfreulich, dass der Gemeinderat mittlerweile geschlossen das vertritt, was als wohl mehrheitlicher Bürgerwille längst in zahlreichen Leserbriefen seit Sommer 2015 zu Tage trat: Der Betrieb ist nicht nur ein Baustoffhandel. Er ist seit vielen Jahren eine wichtige Tübinger Kulturinstitution, wie die jüngsten Veranstaltungen vor Ort zeigen, und auch ein  Lichtblick im Sinne des Naturschutzes: innerhalb eines Waldes gelegen, der ehemals militärisch genutzt wurde und weiterhin ohne forstwirtschaftliche Nutzung gedeihen kann, bietet der Betrieb Schutz für alte Baumbestände und erlaubt es der Natur, sich um die Steinlager herum frei zu entwickeln. Die Betreiber haben zudem Biotope angelegt und kümmern sich mit naturschutzfachlicher Unterstützung engagiert z.B. um die Fledermäuse vor Ort.

Ich denke wir Tübinger können, bei allem Verständnis für die heutige politische Matrix, froh sein dass Manuel Rongen während des Eiertanzes der politisch Verantwortlichen bisher keinen neuen Standort für seinen vorbildlichen Betrieb gefunden hat. Dann wäre der Natursteinpark nämlich als Kulturidee und als Schutz des Schindhauwaldes in seiner aktuellen Form leider bereits für die Zukunft verloren, und die Gemeinderatsresolution wirkungslos.

Nun hoffen wir, die Ziele der aktuellen Stellungnahme des Gemeinderats unterstützend, dass es 2016 endlich ein Erbarmen auf Landesebene geben wird. Die Wahlkampfzeiten – und vielleicht doch auch die Vernunft – werden hoffentlich eine angemessene Rolle bei der Abwägung der Entscheidung spielen.

Was mich an der Resolution des Tübinger Gemeinderats etwas überrascht, ist die Bezugnahme auf den Naturschutz:

„Wir können aber nicht verstehen, dass diese öffentlichen Belange zwingend die Beseitigung des Natursteinparks mit seiner Naherholungsfunktion erfordern, auf einem Grundstück, das durch militärische Nutzung mehr als hundert Jahre jedem Naturschutz und auch der Forstwirtschaft entzogen war.“

„Jedem Naturschutz (…) entzogen“? Ich bitte darum, zu berücksichtigen was die Betreiber des Natursteinparks seit vielen Jahren für den Naturschutz leisten, und welche Perspektive speziell die alten Baumbestände künftig hätten, wenn der Schindhau alsbald forstwirtschaftlich genutzt und „beerntet“ werden sollte.

Ganz abgesehen von den Fledermäusen, die den Lärm und Staub beim zeitnahen Umzug der Tonnen Steine sicher nicht goutieren würden…

 

 

Weiterhin auf der Suche…nach den Grünen

Manchmal frage ich mich: Wer war und ist es denn nun eigentlich, der so ganz nebenbei beschlossen hat, den Schönbuch abseits der Wege Jahr für Jahr unbegehbarer zu machen, indem er verordnete, die nicht ausreichend lukrativen Reste der Holzernte in ihrer Sperrigkeit konsequent dort zurück zu lassen, wo sie uns betriebswirtschaftlich am wenigsten kosten? Wer war und ist es, der uns Allen damit Jahr für Jahr auf mehr Fläche die Freiheit des Abbiegens vom gewohnten Weg zu einer Waldbegehung ohne Ziel, ganz im Stillen, auf weichen Böden, ohne Wackersteine und aufgetürmt oder kreuz und quer herumliegende Bewirtschaftungsreste, mit allem was es dabei an Natur vielleicht zu entdecken gäbe, einfach raubt, ohne zu überschauen, was er den Tieren, uns und den Pflanzen im Wald mit seinem zynischen Tun eigentlich anrichtet?

Ist ein Wald, der Abseits der Wege durch unsere zurückgelassenen Baumfällreste und Fahrspuren bald unbegehbar ist, noch ein Wald?

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„So wie das aussieht wollen wir es nicht haben“: Eine Bilanz nach einem Jahr

Liebe Waldbesucher,

erinnern wir uns: im April 2014 gab es eine medienwirksame Begehung unserer Initiative mit Vertretern von ForstBW, der Naturparkverwaltung Schönbuch und dem SWR im Pfäffinger Gemeindewald. „So wie das aussieht wollen wir es nicht haben“, sagte Herr Strittmatter, Leiter der Abteilung Forstdirektion des RP Tübingen, damals über den Zustand einer Rückegasse. Die Gleisbildung war dort deutlich über 40 cm tief. Die Landesschau berichtete.

Im weiteren Verlauf der Diskussion wurde uns ein neues Feinerschließungskonzept von ForstBW vorgestellt, und es wurde uns zugesagt, dass nach diesem Konzept solche Spuren künftig nicht mehr vorkommen dürfen.

Ein Jahr später fragen wir uns: wie wirkt das neue Konzept? Wird es eingehalten? Zwei Bilder, gestern westlich von Walddorf am Tannacker Weg aufgenommen, dokumentieren den Stand der tatsächlichen Entwicklung:

24_03_19

 

 

24_03_20

Abgesehen davon, dass mir beim Dokumentieren der Situation diesmal sogar der Laufschuh in der Rückgasse im Schlamm der Gasse stecken blieb – bei seit Wochen anhaltend trockenem Klima nach einem Winter, der durchaus Frosttage kannte -,  sehe ich wenig Veränderung gegenüber 2014, was die von ForstBW und der Naturparkverwaltung stillschweigend tolerierte Gassentiefe bei der Holzernte anbelangt. Die 40 cm werden offenbar weiterhin überschritten, und solange die Waldbesucher nichts merken und nicht protestieren, geschieht auch nichts. Die abgelichtete Gasse war gestern kein Einzelfall, vergleichbare Zustände fanden sich in 4 weiteren Gassen im Raum Walddorf und Pfrondorf.

Hierzu ein Zitat, auf dessen Einhaltung wir uns, so dachte ich zumindest, 2014 mit der Forstverwaltung verständigten (Hervorhebungen von mir):

„Im landesweiten Konzept zur Sicherstellung der dauerhaften Funktionsfähigkeit von Rückegassen ist als maximal tolerierbare Fahrspurtiefe ein verbindlicher Grenzwert von 40 Zentimeter, gemessen vom Waldbodenniveau, festgelegt.

Bei Gefährdung des Grenzwertes müssen die Arbeiten konsequent eingestellt werden. Für eine praktikable Anwendung des 40 Zentimeter-Grenzwertes gilt, dass tiefere Fahrspuren auf maximal 10 Prozent der Gesamttrassenlänge im Bestand zulässig sind. Jede Rückegasse muss jedoch für sich betrachtet forsttechnisch befahrbar bleiben. Der Maschinenführer hat die Pflicht, bei erkennbarer Gefährdung des Grenzwertes die Arbeiten kurzfristig zu unterbrechen und mit dem Revier- bzw. Einsatzleiter Kontakt aufzunehmen, um das weitere Vorgehen abzustimmen.“

So lautete die Antwort des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz BW auf eine kleine Anfrage von Dr. Bernd Muschel, MdL, zu Bodenschutz im Forst vom 14.1.2014.

Mir scheint, wir sollten uns allmählich die Frage stellen, inwieweit das zuständige Ministerium des Landes BW noch Herr der Lage ist, was das Vorgehen im Forst betrifft.

Ein weiteres Beispiel, das nachdenklich macht:

Die aktuelle „Anleitung zur Richtlinie Feinerschließung“ des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz BW sieht für neue Rückegassennetze einen Rückegassenabstand von 40 Metern für „empfindliche Böden“ vor. Hier der link (unten links, Seite 3):

http://www.forstbw.de/fileadmin/forstbw_pdf/gesetze_verordnungen/feinerschliessung.pdf

Ein aktuelles Bild, aufgenommen ebenfalls westlich von Walddorf am Tannacker Weg, deutet darauf hin, dass die Praxis anders aussieht. Hier wurde eine alte Rückgasse (der Bereich in der Bildmitte zwischen den beiden rot markierten Buchen) kurzerhand durch zwei neue Gassen ersetzt, die links wie rechts unmittelbar an die alte Gasse angrenzen. Von einem Abstand von 40 Metern (oder auch nur 20 Metern) kann hier keine Rede sein. Die Bodenstruktur ist ebenso empfindlich wie in dem wenige Meter entfernt liegenden Bereich, wo mir der Schuh stecken bleib.

24_03_27

Mein Fazit:

So wie das aktuell aussieht wollen wir es weiterhin nicht haben!

Ein neues Erscheinungsbild für den Naturpark Schönbuch?

Der Naturpark Schönbuch hat sich ein neues Erscheinungsbild gegönnt, inklusive eines ca. 15 minütigem Imagefilm.

Hier auch der Bericht von RTF1.

Das Design gefällt mir persönlich sehr gut. Allerdings war meine erste Reaktion dazu: Liebe Leut bei ForstBW… seid ihr da nicht etwa ein Jahr zu spät? Der Schönbuch war letztes Jahr Wald des Jahres.

Ebenfalls begrüße ich das Vorhaben, das Waldwegenetz auf den Prüfstand zu setzen und dieses zu erneuern. Hoffentlich berücksichtigt ForstBW dabei aber nicht nur die befestigten Straßen, sondern auch die kleinen Waldwege und Pfade, die das Wandern im Schönbuch auch wirklich zur Freude machen.

Bei dem aktuellen Fokus auf die Naherholung habe ich dann ebenfalls die Hoffnung, dass ForstBW vielleicht irgendwann merkt, dass regelmäßige Rückegassen beim Besucher nicht unbedingt den Eindruck eines naturbelassenen Schönbuchs erwecken.

Den Imagefilm allerdings konnte ich mir bislang noch nicht vollständig anschauen. Ich habe es lediglich bis zu Herrn Palmer geschafft und seiner Aussage „mittendrin in unberührter Landschaft“ (ab Minute 4:30).

Lieber Herr Palmer,

Wo haben Sie denn diese „unberührte Landschaft“ gefunden?

mit vielen Grüßen und nachträglich ein schönes Neues Jahr,

Serge

CO2 – Abbau: der Schönbuch könnte mehr leisten …

… wenn man ihn nur ließe!

Aktuell verbleibt, wie bereits in den Vorjahren, eine nicht unbedeutende Menge an geerntetem Starkholz aus der Ernte 2012/13 im Schönbuch am Wegesrand liegen. Dies bedeutet, dass dem Wald unnötig eine Kapazität zum Abbau von Kohlendioxyd (CO2) entnommen wurde, die vorsichtig hochgerechnet dem jährlichen CO2-Verbrauch von 600 Menschen entspricht.  Weiterlesen

Mangelnde Frosttage als Entschuldigung für die „zerklüftete Optik“ nach der Holzernte?

In einem Artikel des Schwäbischen Tagblatts vom 2.September 2013, betitelt „Maschinen brauchen Frost“, argumentierte Thomas Englisch, Leiter des Forstreviers Tübingen-Nord, die „heuer besonders zerklüftete Optik“ nach der Holzernte sei auf „kaum Bodenfrost“ im letzten Winter 2012/13 zurückzuführen. „Deshalb hätten die Maschinen so tiefe Spuren hinterlassen“.

Der Derendinger Revierleiter verwies an gleicher Stelle ebenfalls auf den milden Winter: „Wenn es mal richtig kalt war, hätten am liebsten alle 20 Revierleiter gleichzeitig die drei Rückebetriebe in ihren Wald geholt“.

Wir sind dem Argument mangelnden Frosts im Winter 2012/13 nachgegangen und haben uns dazu die Temperatur-Tageswerte der Wetterstation Leinfelden-Echterdingen seit 1953 bis Oktober 2013 besorgt. Die Wetterstation liegt in Schönbuchnähe.

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Gegenübergestellt

…Blätter lösen sich, Zweige wippen in feinen Bewegungen am Ende der Kronen, Windstöße erfassen farbige Blattflächen, ein Vielerlei an Bewegung, taumelnd bald tanzend, neigt sich der Erde entgegen. Der Himmel ist verhangen, Wassertropfen klatschen in das Blattwerk, stieben in Pfützen. Farbenprächtig schließt sich das Dach der Kronen der Bäume und gibt das Licht weiter an die Wesen auf der Erde… Herbst.
Das Kayher Sträßle, Verbindung von Herrenberg nach Entringen ist menschenleer. Mein Ziel ist der Gemeindewald Ammerbuch, genauer, die Fläche des Maschineneinsatzes bei der Holzernte im vergangenen Winter. Ich will sehen, was aus den tiefen Gleisen, die den Ausschlag zur Bildung unserer Initiative gaben, geworden ist…

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Ein erster Aufruf an Sie…

Die kugelige Blüte einer Trollblume öffnen, Esskastanien auf einer schattigen Wiese im Arenbachtal sammeln, Pilze unter alten Eichen suchen, wo der Waldboden locker und bemoost ist, am Grillplatz bei Bebenhausen Flusskrebse aus dem Goldersbach holen und betrachten –

das sind für mich wesentliche Kindheitserinnerungen an den damals jungen Naturpark Schönbuch aus den 1970er Jahren. Die Sonntagsausflüge fanden ihren krönenden Abschluss, wenn wir anschließend noch die Waldklause bei Pfrondorf aufsuchten und wir Kinder dort mit den Elektroautos fahren durften. Den tiefsten Eindruck aber nahm ich abends doch vom dunklen, Überraschungen und Geheimnisse bergenden Wald mit nach Hause.

Die Elektroautos gibt es bei der Waldklause heute noch, Flusskrebse hingegen sucht man im Goldersbach bei Bebenhausen inzwischen vergeblich. Man findet sie noch selten im Naturpark, in kleineren, mäandernden Bächen. Die Esskastanien im Arenbachtal sind leider Vergangenheit.

Als Student bin ich Jahre später regelmäßig wochenends von Tübingen aus durch den Schönbuch zu meinen Eltern nach Böblingen geradelt. Im Spätsommer oft mit einer Tüte für die Pilze im Gepäck, die sich im Laufe des Wegs vorbei am Bromberg auch füllte.

Eines Sommerabends geriet ich in ein sehr heftiges Gewitter, und flüchtete mich im dichten Wald seitlich des Wegs unter einen alten Ahornbaum, um einigermaßen trocken zu bleiben.

Es dauerte einige Minuten, bis ich wahrnahm, dass eine ausgewachsene Wildsau in unmittelbarer Nähe gegenüber des Wegs offenbar dieselbe Strategie verfolgte. Uns misstrauisch beobachtend, harrten wir eine gute Viertelstunde nahezu reglos im Starkregen aus, jeder unter seinem Baum, das heftige Gewitter über uns. Nachdem mein „Nachbar“ den Unterstand verlassen hatte, beschloss auch ich, weiter zu fahren. Es war der richtige Moment, um aufzubrechen, das Gewitter verzog sich.

Diese Erlebnisse liegen viele Jahre zurück, und doch sind sie dem Erwachsenen präsent, als wäre dies alles gestern gewesen. Man lernt viel für’s Leben in der Natur.

Auch heutzutage verbringe ich viel Zeit im Schönbuch, oft mit meiner Frau und mit unserem 10-jährigen Sohn. Was wir dieses Jahr an den Rändern des Parks sehen, ist von neuer Qualität: Zunehmend rücksichtslos wirtschaftlich genutzte Flächen – maschinell ausgelichteter und unaufgeräumter Wald. Der Waldboden und die Wege sind verschlammt, in den Pfützen schillern Dieselreste.

Die Erntemaschinen haben beispielsweise nördlich des Grillplatzes beim Einsiedel tiefe Reifenfurchen und Schleifspuren hinterlassen. Den für die Pilze wichtigen lockeren Waldboden hat man verdichtet, wichtige Lebensgemeinschaften im Boden sind zerstört. Die größeren Bäume liegen gefällt am Wegrand. Hier wird über viele Jahre kein einziger Steinpilz mehr wachsen. Auf 300 Metern ist der ehemals schöne Weg eine Schlammfläche.

Mit einem naturliebenden Kind aktuell um Pfrondorf im Naturpark Schönbuch spazieren zu gehen führt zu Diskussionen. Die Spuren der Holzernte sind zu grob, zu dominant um sie nicht zu thematisieren. Weiter westlich des Einsiedel, am „Ersatzweg“ und am Parkplatz Eichenfirst nahe der Waldklause, lagen Ende April ca. 1000 schöne alte Buchen-, Ahorn- und Eichenstämme auf Poltern zusammengeschoben. Der Wald gleicht dort einem gigantischen Langholzlager. Er ist ausgedünnt, er wirkt wie von einem wilden Sturm durchzogen…
Kinder stellen passende Fragen: „Der Wald sieht ja total kaputt aus. Wieso schützen die Förster den Wald nicht vor solchen Riesenmaschinen?“ Nun, da es bisher keine befriedigende Antwort darauf gibt, schreibe ich diesen Beitrag.

Die Forstverwaltung, angesprochen, versichert „nachhaltig“ zu wirtschaften und betont, es werde nicht mehr eingeschlagen, als „im gleichen Zeitraum wieder nachwächst“.

Mir fällt dazu – angesichts 19% Einschlagswachstum in BW in 2011 – ein bedenkliches ironisches Zitat des Künstlers Max Ernst ein: „Was tun Wälder? Sie gehen niemals früh zu Bett. Sie warten, bis der Holzfäller kommt.“

Nun, er kommt. Und er will offenbar immer mehr. Sollte uns der Wald im Naturpark nicht viel mehr sein als nur auf den maschinellen Einschlag und den Abtransport wartendes Holz? Ist uns diejenige Erntemethode die beste, die den Ertrag optimiert, ohne Rücksicht auf Schädigungen des Bodens?

Was aktuell fehlt, ist der Blick für das Geschehen selbst. Beispielsweise der Blick auf den Wert eines Baumes als dauerhaft vernetztes Lebewesen, der Blick für die Lebensgemeinschaften im Ökosystem Wald.

Wie wird der Naturpark Schönbuch in wenigen Jahren aussehen, wenn auf diese Weise weiter (um der Rendite willen) schonungsloser Holzeinschlag betrieben wird?

Seit Mitte April sind wir im Gespräch und haben uns überlegt, wie Sie, wie wir, gemeinsam über den Einsatz der rigorosen Ernteverfahren und die sich hieraus ergebende systematische Zerstörung des Waldbodens, über die fehlende Pflege der Bestände sprechen können. Auf Spaziergängen entstand die Idee zur Konzeption eines Flugblattes, das wir an die Besucher des Parks verteilen wollen. Sie können es hier einsehen, herunterladen und ebenfalls verteilen. Es entstand die Idee zu einer Webdomain – als Plattform dem Ziel dienend, Informationen zu sammeln, die Situation übergreifend zu beschreiben und „unseren“ Wald, den Schönbuch, mit einem Bekenntnis vor brutalen Eingriffen zu schützen.

Lassen Sie uns über das Geschehen sprechen und diskutieren! Unser Wunsch ist, dass Sie sich rege beteiligen und kommentieren. Mit Beiträgen zur Problematik, mit Fotos aus den betroffenen Waldabschnitten, mit Anregungen für Aktionen an unsere Mailadresse:

info@schuetzt-den-schoenbuch.de

Lassen Sie uns gemeinsam dafür eintreten, dass der Naturpark Schönbuch als ein intakter Wald und ein Naherholungsgebiet erhalten bleibt.

Peter Fink