Videos und Bilder zwischen Schloss Roseck und Hohenentringen

Liebe Besucher unserer Webseite,

aktuell wird am Wanderweg zwischen Schloss Roseck und Hohenentringen Holz geerntet. Die Schäden im Boden sind immens, die Schlammfurchen in der vom Wanderweg aus halbkreisförmig angelegten Rückegasse sind stellenweise bis 60cm tief. Der Anblick übertrifft alles, was wir bisher an Schäden dokumentiert haben. Wenn Sie Gelegenheit haben, machen Sie sich bitte selbst ein Bild der Situation vor Ort. Empfehlenswert sind Gummistiefel: Versuchen Sie einmal, die Rückegasse zu begehen. Tiere haben keine Stiefel…

Zwei spontan vor Ort entstandene Videos der Erntespuren finden sie hier:

Weitere Bilder:

AMMERBUCH 19_01_2014_1 Ammerbuch 19_01_2014_12 Ammerbuch 19_01_2014_07 Ammerbuch 19_01_2014__16 Ammerbuch 19_01_2014__05AMMERBUCH 19_01_2014___1 AMMERBUCH 19_01_2014___2

Naturpark, Schutzgebiet, bundesweites „Waldgebiet des Jahres 2014“? Trotz aktuellem Frostmangel stellen wir die Frage: Wieso finden Ernteeinsätze dieser Art statt, zur Unzeit, wenn der Boden bis tief hinunter aufgeweicht ist?

Bodenschutz sollte zunächst einmal bedeuten, einen witterungsbedingt schutzlos aufgeweichten Boden nicht weiter zu befahren. Wieso fährt man weiter in die Gasse, wenn man erkennt, dass die Maschine auf den ersten Metern bereits maximal tief einsinkt, bis sie aufsitzt?

Das Bayerische Landesamt für Wald und Forstwirtschaft schrieb bereits 2009:

„Die Forstleute wissen jedoch, dass tiefe Fahrspuren im Wald erhebliche Strukturveränderungen im Boden bedeuten, womit Beeinträchtigungen für die Versickerung von Wasser und die Belüftung im Boden verbunden sind. So unabdingbar uns die Forstmaschinen im Wald heute erscheinen mögen, ob die Gesellschaft diese Maschinen weiter akzeptieren wird, steht und fällt mit unserem Umgang mit den Waldböden.“

Offenbar spielten abwägende Gedanken über die Strukturveränderung im Boden bei diesem Ernteeinsatz überhaupt keine Rolle.

Angesichts des aktuellen Geschehens stellen wir Folgendes fest: Die Holzerntepraxis im Schönbuch entbehrt leider weiterhin jeder Grundlage durch naturwissenschaftliche Untersuchungen. Wir fordern die Grün-Rote Landesregierung an dieser Stelle nochmals  dringend auf, eine unabhängige Expertise der entstandenen Schäden im Wald zu veranlassen. Die aktuell betroffene Waldparzelle bietet reichlich Gelegenheit dazu. Der Umgang mit den Waldböden braucht endlich eine klare Grenzziehung.

Wir denken über weitere Schritte nach.

Liebe Forstleute, so geht es nicht!

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.