Schreiben an die Bürgermeister, Stadt-und Gemeinderäte der Schönbuchanliegergemeinden

Die Initiative hat sich in den letzten Wochen mit einem Schreiben an die Anliegergemeinden des Schönbuchs gewandt. Sie hat die Bürgermeister, die Stadt-und Gemeinderäte auf die schweren Bodenschäden angesprochen und hat Antwort aus vielen Ortschaften erhalten. Der Ältestenrat der Stadt Herrenberg wird sich mit dem Sachverhalt ausführlich auseinandersetzen. Auch im Ammerbucher Gemeinderat wurde der Sachverhalt zur Sprache gebracht. Bemerkenswert ist dabei die Position des Gemeinderates Herr Höckh. Er mahnt Nachhaltigkeit an, während Bürgermeister, Herr von Ow, selbst Forstingenieur, Schäden für unabwendbar hält und so die besonders schweren Bodenschäden in den Waldabschnitten des Kayher Strässle, im Gemeindewald Ammerbuch nachträglich billigt. Ein Kollege hat diese als Grenzüberschreitung gedeutet. Der Bürger ermahnt den Forstmann dazu, die Grundsätze guter fachlicher Praxis einzuhalten. Das ist bemerkenswert! Herr von Ow sieht eine Einbeziehung geeigneter Witterung in die Planung, um die Schäden gering zu halten, als «illusorisch» an. Aus seiner Sicht scheint es offenbar nicht einmal einen Versuch wert, naturnäher zu planen. Ist der Forstmann Gegner seines Waldes geworden? Ist naturschädigend erwirtschaftetes Geld wichtiger als ein auch für künftige Generationen intakter Lebensraum mit vielfältigen Lebensmustern?

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Gegenübergestellt

…Blätter lösen sich, Zweige wippen in feinen Bewegungen am Ende der Kronen, Windstöße erfassen farbige Blattflächen, ein Vielerlei an Bewegung, taumelnd bald tanzend, neigt sich der Erde entgegen. Der Himmel ist verhangen, Wassertropfen klatschen in das Blattwerk, stieben in Pfützen. Farbenprächtig schließt sich das Dach der Kronen der Bäume und gibt das Licht weiter an die Wesen auf der Erde… Herbst.
Das Kayher Sträßle, Verbindung von Herrenberg nach Entringen ist menschenleer. Mein Ziel ist der Gemeindewald Ammerbuch, genauer, die Fläche des Maschineneinsatzes bei der Holzernte im vergangenen Winter. Ich will sehen, was aus den tiefen Gleisen, die den Ausschlag zur Bildung unserer Initiative gaben, geworden ist…

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Liebe Schönbuchbesucher, liebe Freunde des Naturparks!

Hervorgehoben

Vielleicht haben Sie die Gelegenheit gehabt, auf einem Spaziergang Eindrücke von der diesjährigen Holzernte im Schönbuch zu sammeln. Sicher sind Sie dabei an unaufgeräumten Waldernteflächen, an tiefen Reifenspuren in verschlammten Rückegassen, an Flächen massiv ausgedünnten Waldbestandes, manchmal sogar an dieselgetränkten Pfützen vorbeigewandert. Vielleicht ist Ihnen aufgefallen, dass die „Holzernte“ des letzten Jahres sich in neuen Formen abgespielt hat; auch der Nichtfachmann kann die verheerenden Bodenschäden wahrnehmen, die von den schweren Fahrzeugen verursacht werden. Sie aber, die Schönbuch-Besucher, sollen wissen, Weiterlesen

Zur Auszeichnung des Schönbuchs-Waldgebiet des Jahres 2014

Der Schönbuch ist Waldgebiet des Jahres 2014. Deshalb wird er in den Berichten ins Blickfeld einer breiten Öffentlichkeit gerückt. Diese Tatsache wird gerne zur Kommentierung verwendet. Herr Minister Bonde sagt, …„alle Bereich der Nachhaltigkeit – soziale, ökologische und ökonomische Aspekte werden hier vorbildhaft umgesetzt“; und der Geschäftsführer von Forst BW Herr Reger folgert,… „ die Auszeichnung ist eine Bestätigung für unsere Arbeit und Herausforderung für die Zukunft.“

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Stimmen zur Prüfung des Antrages – Beitrag von Herrn Norbert Panek

Wie mit Wäldern, speziell Buchenwäldern in Deutschland umgegangen wird, zeigt einmal mehr das Beispiel „Schönbuch“. Dabei ist bemerkenswert, wie die Behörden offiziell mit dieser Thematik umgehen und die allerorten zu beobachtenden Eingriffe selbst in geschützten Wäldern zu rechtfertigen versuchen. Die Stellungnahme des Regierungspräsidiums Tübingen zum Fall „Schönbuch“ ist schlicht hanebüchen. Die Hiebsmaßnahmen, die die Initiative „Schützt den Schönbuch“ zu Recht moniert, haben nichts mit „naturnaher Waldwirtschaft“ zu tun. Hier werden die Bürger von einer staatlichen Fachbehörde gezielt hinters Licht geführt. Wassergefüllte Rücke-Gleise als „Naturschutzmaßnahme“ zu verkaufen, ist schon dreist! Die Gelbbauchunke ist im Übrigen keine typische Wald-Art; sie lebt ursprünglich als Pionier-Art hauptsächlich in naturbelassenen Fluss- und Bach-Auen. Waldtypische Arten sind hingegen viele Totholzbewohner, deren Lebensräume exakt durch jene Hiebsmaßnahmen dezimiert werden, die die Initiative „Schützt den Schönbuch“ anprangert. Davon ist aber in der Stellungnahme der Behörde keine Rede!

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Korrespondenz – Beiträge zur Prüfung auf Schädigung/Verschlechterung des Zustandes des Schönbuchs als FFH-und Vogelschutzgebiet

Am 12. September wurde bei den Landratsämtern der Anliegerkreise Tübingen, Böblingen, Esslingen und Reutlingen der Antrag gestellt, die Folgen der Holzernte des Winters, 2012/2013, hinsichtlich schädigender  Auswirkungen auf die FFH-und Vogelschutzgebiete des Schönbuchs, bzw. der Verschlechterung des Erhaltungszustandes derselben, zu prüfen. Per Erlass wurde das Regierungspräsidium in Tübingen beauftragt die Prüfung vorzunehmen. In der nachfolgenden Abfolge wird die Kommunikation in zeitlicher Abfolge dargestellt. Der mit Datum jüngste Beitrag wird an erster Stelle genannt.

Dr. Chr. Dietzfelbinger an das Schwäbische Tagblatt und Herrn OB Boris Palmer

Am 3. März erging nachfolgendes Schreiben an die Redaktion des Schwäbischen Tagblattes. Es blieb bis heute unbeantwortet.

An die Redaktion des Schwäbischen Tagblatts in seinem Tübinger Teil

Sehr geehrte Damen und Herren,

Erlauben Sie mir bitte, dass ich Ihnen eine Sache unterbreite, die die Öffentlichkeit angeht, damit sehr entschieden das Schwäbische Tagblatt, genauer: das Tagblatt in seinem Tübinger Teil. Möchten Sie bitte dabei beachten: Ich schreibe keinen Leserbrief, sondern übermittle Ihrer Zeitung lediglich eine Bitte, die dringende Bitte, dass Sie sich einer Sache annehmen, von der kaum jemand Kenntnis nimmt und die doch alle Menschen unserer Stadt unmittelbar angeht. Diese Sache möge Ihre Zeitung zu ihrer eigenen Sache machen – sie ist es längst. Schließlich sollen Sie wissen, dass ich kein Forstfachmann bin, sondern als Laie nur ein aufmerksamer Beobachter, der von dem, was er beobachtet, sehr betroffen ist.

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