Der schöne Reiterweg westlich des Spatzennestes – einst ein Kleinod, nun eine Rückegasse

Es war mir ein sehr wichtiges Versprechen, um das ich Herrn Graf Bülow vor nicht ganz einem Jahr bat, am Rande des Besuchs der IG Zugpferde im Schönbuch, Datum 6.3.2014.

Gemeinsam fuhren wir vom Spatzennest aus ins Kirnbachtal. Als wir den kleinen Reiterweg passierten, nur ein Trampelpfad, aber ein besonders schöner, der unterhalb des Spatzennests nach rechts zum Kirnbach hinab abzweigt und damals bereits als Rückegasse markiert war, bat ich ihn, diesen Weg aus dem Gassenkonzept der Befahrung mit Erntern dringend herauszunehmen, da er eine für viele Leute sehr beliebte Route ins Kirnbachtal hinab darstellt. Graf Bülow versprach’s mir, den Weg zu belassen.

Hier zwei Fotos, vom April 2014, die ich bemerkenswert finde. Man sieht, wie die Spaziergänger dort kreativ mit den groben Wackersteinen verfuhren, die auf dem oberen Teil des Weges zum Spatzennest hinauf eingefüllt worden waren:

Spatzennest_146

Spatzennest_147

Auf dem zweiten Foto war schon die Markierung am Baum rechts zu sehen, aber der untere Teil des Weges, links von dem Steinkreis beginnend hinunter zum Kirnbach, war damals noch unbefahren. Heute bin ich dort vorbeigekommen – und sah die netten Steinhäufen entfernt und das Versprechen des Forstdirektors leider gebrochen.

Nicht einmal ein Jahr hat es gehalten. Nun sieht der einst so hübsche kleine Pfad wie folgt aus (das Reiterwegsschild, es hängt tatsächlich noch…)

Spatzennest01

Spatzennest06

Spatzennest05

Ich kann nur sagen: sehr schade um den schönen Weg. Für ein Pferd wird’s sicher gefährlich, über die auf dem Pfad zahlreich zurückgelassenen, hochstehenden Äste zu stapfen. Insofern sollte man das wohlmeinende Reiterwegs-Schild wohl zur Sicherheit der Pferde und Reiter nun besser abhängen.

Wie oft wurde seitens ForstBW schon betont, dass Radfahrern das Befahren solch kleiner Wege untersagt ist? Warum dies, wenn dann der schwere und breite Ernter durchfährt?

Sich an die eigenen Worte zu halten, das Netz dieser schönen kleinen Wege für die Besucher zu erhalten, und insbesondere diesen Weg, ist ganz offenbar leider schon zu viel verlangt. Enttäuschend!

 

Ein Gedanke zu „Der schöne Reiterweg westlich des Spatzennestes – einst ein Kleinod, nun eine Rückegasse

  1. Der Meinung kann ich mich nur anschließen.
    Den Weg über längere Zeiträume mit Stämmen und Gehölz (für bzw. gegen Mountainbiker?) zu sperren um ihn ein knappes Jahr später komplett zu zerstören? Daraus erschließt sich mir kein Sinn. Ich stand letzten Sonntag auch nur entgeistert vor dieser weiteren Schneise. Eine Schneise, wie ich sie mit 100x durchfahren nicht hinbekommen hätte.
    Naja…

    Gruß
    Mountainbiker

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.