Strategiediskussion für das „Waldgebiet des Jahres – Naturpark Schönbuch“ – beteiligen Sie sich…

Dr. Bernd Murschel, Landtagsabgeordneter der Grünen, hat die Bürgerinitiative auf den 29. April zu einer Diskussionsrunde über den Schönbuch als mögliche „Vorbildlandschaft für naturnahe Erholung und Umweltbildung, als Natur- und Kulturerbe, als Partner der regional verankerten Wirtschaft sowie von Klimaschutz und Energiewende“ ins Haus der Abgeordneten eingeladen.

Es freut uns sehr, dass die Grünen im Landtag unsere – bereits im Januar in einer Diskussion mit Herrn MdL Lede Abal platzierte – Anregung, den Schönbuch als „Wald des Jahres“ zu einem Modellprojekt für die Zukunft zu machen, in dieser Form nun aufgreifen.

„Zielsetzung des Informationsaustausches ist es, Entwicklungsperspektiven für den Schönbuch an den Schnittstellen der Themenfelder Forst, Naturschutz und Tourismus aufzuzeigen“, schreibt Herr Dr. Murschel.

Auch Sie, liebe Leser, sind eine wichtige Schnittstelle: die der Bürgerschaft. Wir möchten Sie einladen, sich mit uns vorab auszutauschen, uns Ihre Ideen für die künftige Entwicklung des Naturparks zu nennen. Nutzen Sie die Gelegenheit!

Wie nehmen Sie als Spaziergänger, Wanderer, Radtourer, Mountainbiker, Naturfreunde, Waldliebhaber, … den Schönbuch heute wahr? Was ist aus Ihrer Sicht bereits vorbildlich, und wo sehen Sie Verbesserungspotenzial? Welche Wünsche haben Sie für den Schönbuch als Natur- und Kulturerbe, als Naherholungsgebiet? Wie sehen Sie die aktuelle Bewirtschaftung und den Umgang mit den Ernteschäden auf den Wegen?

Das freie Spiel des globalisierten Marktes prägt heute auch die Bewirtschaftung unseres Naturparks. Finden Sie es „nachhaltig“, angesichts des Klimawandels Holz aus dem Schönbuch zu ernten, um es nach Asien zu exportieren? Solche Exporte finden – in begrenztem Maß – über lokale Sägewerke bereits statt, wie uns Forstleute vor Ort berichteten. Werden hier ökonomische Interessen übergewichtet? Welche Perspektiven, welches Potenzial, welche Vorgaben sollte die Politik der Waldbewirtschaftung im Schönbuch und damit auch der lokalen Holzwirtschaft für die Zukunft geben?

Unser Ziel ist es, primär die Interessen der Bürgerschaft, der Waldbesucher zu vertreten. Wir wollen bei dieser Diskussion im Landtag Ihre Stimme sein. Senden Sie uns Ihre Meinungen, Ihre Anregungen, diskutieren Sie mit uns auf unserer Webseite, in Form von Kommentaren oder per mail an

info@schuetzt-den-schoenbuch.de

Wir werden Ihre Rückmeldungen bündeln, und bei entsprechendem Bedarf gerne einen lokalen Termin zu einer Bürger-Diskussion anbieten.

Ein Gedanke zu „Strategiediskussion für das „Waldgebiet des Jahres – Naturpark Schönbuch“ – beteiligen Sie sich…

  1. Es macht auf jeden Fall Sinn, unsere heimischen Wälder zu bewirtschaften. Es gelingt dadurch, alle Waldfunktionen zu erfüllen und erbringt den nachwachsenden Rohstoff Holz ganz regional. Flankiert durch einige Schutzgebiete und unter Beachtung einer naturnahen Vorgehensweise – die in den öffentlichen Waldbehandlungsrichtlinien festgeschrieben sind – ist die beste aller Waldbehandlungen. Nutzungsverzicht bringt in aller Regel nur was für den Naturschutz. Das ist im Ballungsgebiet nicht zielführend. Das Holz, was vor Ort nicht produziert wird, muss von weiter her geholt werden. Das macht noch viel weniger Sinn. Die schonende Naturnutzung darf nicht verdammt werden, nur damit unser Blick beruhigt und ungestört bleibt. Unsere Wälder werden schon seit Jahrhunderten bewirtschaftet und sind heute so vielfältig wie nie – durch die Arbeit von Forstleuten. Das sind ab und zu deutliche Spuren zeigen, lässt sich nie ganz vermeiden. Aber daran wird stetig gearbeitet, die Technik verfeinert und angepasst. Leider haben wir keine dauerfrostigen Winter mehr. Wir müssen alle mehr Verständnis füreinander aufbringen. Das allerallerwenigste Holz geht übrigens nach Asien. Da wurde ein Promilleanteil medial aufgebauscht und nun weitergetragen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.