Stellungnahme des NABU

Die NABU OG Steinenbronn-Waldenbuch hat uns nach dem Rundgang mit der Initiative am 23. Januar im Schönbuch heute folgende Stellungnahme zur Veröffentlichung zugesandt:

Besichtigung Schönbuch nach Holzeinschlag im Januar 2014

Bei einem Rundgang in Teilbezirken des südlichen Schönbuchs sind auffallende Schäden an den Rückegassen nach der Holzernte nicht zu übersehen. Der fehlende Frost ist mit ein Problem, große und schwere Maschinen das größere. Holzerntemaschinen hinterlassen Fahrspuren bis 80 cm Tiefe. Die Obergrenze der tolerierbaren Fahrspurtiefe ist 40 cm, festgelegt im ´Rückegassenkonzept Forst BW`. Die gesehenen Spurrillen hinterlassen nicht korrigierbare Schäden. Der Boden ist verdichtet, Baumwurzeln geschädigt, Wasseraufnahme der Bäume am Rande erschwert, natürliche Vegetation nicht mehr möglich. Diese Rückegassen sind für spätere Holzernten auch nicht mehr befahrbar und als Waldfläche verloren. Für Besucher des Schönbuchs ein abschreckender Anblick.

Dieser Zustand ist nicht tragbar, ein naturnaher Umgang mit dem Wald dringend erforderlich. Die NABU OG Steinenbronn-Waldenbuch fordert: Schonendere Holzerntemaßnahmen, z. B. mit leichteren Maschinen, weniger Beladung, Seiltechnik. Abstand zwischen den Rückegassen mindestens 40 Meter und Einsatz von Pferden bei entsprechender Bodenbeschaffenheit. Wiederherstellung der Rückegassen nach Arbeitsabschluss im akzeptablen Zustand.

Es ist zwingend notwendig, dass auch im Kommunalwald zumindest die Richtlinien und Vorgaben des Rückegassenkonzeptes von ForstBW eingehalten werden. Damit wäre schon viel gewonnen.

Nelli Stark-Wolf

NABU OG Steinenbronn-Waldenbuch

Gruppensprecherin

 

2 Gedanken zu „Stellungnahme des NABU

  1. Das ist fast so schlimm wie die Schäden die von Radfahrer angerichtet werden die immer wieder meinen die Wege verlassen zu müssen und deshalb zurecht verwarnt werden.

  2. Da müssen Sie mir aber erklären, wie ein Radfahrer eine Spurtiefe von 40cm erzeugt? Es ist nicht so, dass Radfahrer keine Schäden verursachen würden, sie sind aber weit unterhalb dessen, was wir hier kritisieren.

    Serge

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