Liebe Schönbuchbesucher, liebe Freunde des Naturparks!

Vielleicht haben Sie die Gelegenheit gehabt, auf einem Spaziergang Eindrücke von der diesjährigen Holzernte im Schönbuch zu sammeln. Sicher sind Sie dabei an unaufgeräumten Waldernteflächen, an tiefen Reifenspuren in verschlammten Rückegassen, an Flächen massiv ausgedünnten Waldbestandes, manchmal sogar an dieselgetränkten Pfützen vorbeigewandert. Vielleicht ist Ihnen aufgefallen, dass die „Holzernte“ des letzten Jahres sich in neuen Formen abgespielt hat; auch der Nichtfachmann kann die verheerenden Bodenschäden wahrnehmen, die von den schweren Fahrzeugen verursacht werden. Sie aber, die Schönbuch-Besucher, sollen wissen, dass wir damit einen neuen, einen von oben geplanten schonungslosen Umgang mit dem Wald erleben, der vor allem den Waldboden schwer und auf Jahrzehnte hinaus schädigt. Der verantwortlich-pflegliche Umgang mit dem Wald, den man da und dort noch antrifft, wird mehr und mehr unverantwortlich vernachlässigt zugunsten eines Umgangs, der sich bloßem Gewinnstreben verschrieben hat: dem Wald möglichst viel Holz in möglichst kurzer Zeit mit möglichst geringem Aufwand entnehmen.

In den Gesprächen mit Besuchern des Schönbuchs und bei Gesprächen mit Bewohnern in den Schönbuchgemeinden konnten wir feststellen, dass der aggressiv betriebene Waldbau, wie er jetzt von der Forstverwaltung angeordnet wird, von den Besuchern des Schönbuchs und seinen Anwohnern mehrheitlich strikt abgelehnt wird. An diese Menschen wenden wir uns, um sie auf die entstehende Initiative für den Schönbuch aufmerksam zu machen. Wir wenden uns also an Sie.

Sie finden hier das Flugblatt, das wir an die Besucher des Naturparks Schönbuch verteilen und in Geschäften auslegen. Sie können den Text und das Bild herunterladen und per E-Mail weiter versenden. Wir haben diese Seite eingerichtet, um Ihnen die Möglichkeit zu geben, sich zu informieren und sich aktiv mit Beiträgen und Ideen einzubringen. In Kürze finden die Kommunalwahlen statt. Bitte sprechen Sie das Thema bei den Stellen an, an denen die Entscheidungen für den Wald fallen. Der Schönbuch ist FFH- (geschützter Lebensraum für standorttypische Tiere und Pflanzen) und Vogelschutz-Gebiet. Er ist sorgfältig und dem Gesetz gemäß zu schützen, damit Menschen ihn auch in Zukunft erleben können, nicht nur als Holzdepot, sondern auch in seiner Kraft spendenden Schönheit.

Gewiß ist die Forstwirtschaft beauftragt, dem Wald Holz zu entnehmen. Sie steht aber auch unter dem Auftrag, mit dem Wald pfleglich umzugehen. Die durch die heutigen schweren Maschinen hochgefährdeten Waldböden sind Teil des Waldes und Grundlage der Forstwirtschaft (Einzelheiten sind im Waldgesetz Baden-Württembergs geregelt und dort nachzulesen). Darum müssen die schweren Rückeschäden, die dem Wald einen großen Teil seiner Fruchtbarkeit rauben, als klare Verstöße gegen die gesetzlichen Pflegebestimmungen angesehen werden. 

Unser Ziel ist, daß endlich geschieht, was das Gesetz vorschreibt: Daß der Waldboden geschützt, der Waldbau naturnah betrieben und der Schönbuch als Schutzgebiet wirklich bewahrt wird. Nach einer Zeitspanne der Information, bei deren Weitergabe Sie uns helfen können, werden wir mit Ihrer Hilfe die nächsten Schritte tun.

Für die Initiative zum Schutz des Schönbuchs: Dr.Christian Dietzfelbinger, Peter Fink, Harald Kunz, Serge Paulus

25 Gedanken zu „Liebe Schönbuchbesucher, liebe Freunde des Naturparks!

  1. Machen Sie doch einmal bei Ihren Erkundungen durch den Wald einen kleinen Test.
    Ich gehe jede Wette ein, das Ihnen jeder Revierleiter unter 40 Jahren der Forst BW auf den Cent genau die Kosten eines Holzerntefestmeters darlegen kann.
    Anschliessend fragen sie wo im Schönbuch die ehemals durchaus vorhandenen Pirolreviere sind. Oder wie man Spechte nur durch Klopfzeichen voneinander unterscheidet.
    Sie werden zur ersten Frage eine Antwort bekommen, zur zweiten ein schlichtes Achselzucken.

  2. Sehr geehrter Herr Kunz,

    wir hatten ja am vergangenen Freitag uns ausführlich über dieses Thema unterhalten. Dabei hatte ich Ihnen zugesagt, dass ForstBW ein großes Interesse an einem Dialog mit Ihnen hat. Hiermit möchte ich das Angebot bestätigen, Sie und Ihre Mitstreiter zu einem Informations- und Gesprächstermin in den Zustand zum Thema Bodenschutz in der Holzernte einzuladen. Wir würden an diesem Termin den konkreten Einsatz einer Forstmaschine zeigen und auch durch Experten erläutern lassen, welche Auswirkungen die Befahrung auf den Waldboden hat. Den Termin werden wir wie vereinbart gemeinsam abstimmen.

    Viele Grüße
    Thomas Deines

  3. Sehr geehrter Herr Deines,
    herzlichen Dank für Ihre Nachricht und Ihre Einladung zu einem Dialog über unsere Webseite. Sie schlagen für die erste Zusammenkunft die Vorführung einer Forstmaschine unter Teilnahme von Experten vor. Wir wollen an der Vorführung nicht teilnehmen, weil uns die Auswirkungen des Einsatzes der Maschinen hinreichend bekannt sind. Bitte sehen Sie sich die aktuellen Bilder im Kapitel Schäden der Holzernte 2013/2014 an. Sie sprechen für sich! Wir möchten Ihnen aber gerne noch einmal folgende Themenpunkte für ein erstes Zusammentreffen vorschlagen.
    Diese sind:
    – Bestandsaufnahme der Bodenschäden durch ein unabhängiges Fachteam.
    – Prüfung auf Lebensraumveränderungen (Habitatschädigung des FFH-Vogelschutzgebietes) auf dem Hintergrund von 2000 ha Waldflächenverlust
    – Prüfung Schäden im Hinblick auf die Gesetzeslage
    – Erarbeitung von Schutzmaßnahmen
    Die Besucher des Schönbuchs und die Bewohner der Anliegergemeinden , sowie die Initiativgruppe sollen dabei eingebunden sein.
    Der Schönbuch ist Waldgebiet des Jahres 2014. Wir glauben fest daran, dass eine Erörterung und Umsetzung der von uns vorgeschlagenen Themenpunkte und die Erarbeitung von Schutzmaßnahmen dazu beiträgt, den Schönbuch als Waldgebiet wert zu schätzen. Der Waldboden soll besonders geschützt werden, der Schönbuch soll naturnah bewirtschaftet und als Schutzgebiet wirklich bewahrt werden.
    Mit freundlichen Grüßen, Harald Kunz

  4. Hallo Herr Deines

    Wie wär es denn wenn sie einfach zugeben, das es nur um Profit geht.
    Technisch wäre es wie vor 20 Jahren mit leichten Schleppern und 3-Punkt Seilwinden möglich bodenschonend das Holz zu rücken. Die Forst BW zwingt mit ihren Ausschreibungen beim Holzrücken immer mehr Holzrücker entweder zur Aufgabe oder den leidigen Trend mit immer grösseren und leistungsfähigen Maschinen mitzugehen. Wer soll bei Rückekosten von 6-9 Euro pro Festmeter noch überleben, wenn er nicht in der Lage ist mit immer grösseren Maschinen billigst und viel Holz zu rücken.
    Sie wissen ganz genau das der Holzeinschlag in den letzten 2 Jahren alles andere als nachhaltig ist. Man nützt die aktuelle Lage am Holzmarkt aus um möglichst viel Gewinn einzufahren.
    Altbuchen werden momentan zu Schleuderpreisen teilweise unter dem Brennholzpreis regelrecht verscherbelt.

    Es wird höchste Eisenbahn, das die Bürger endlich erfahren, was die Forst BW mit unseren Wäldern momentan veranstaltet. Nämlich aus Holz Geld drucken.

  5. Wieso gibt es in Baden Württemberg keine Förderung für das Bestands und bodenschonendes Verfahren überhaupt ?
    Holzrücken mit Pferden.
    Ganz klar, weil alle Pferderücker in BW vom Staatsforst nur ein mildes Lächeln ernten. Da hat die Forstmaschinenlobby ganze Arbeit geleistet.
    Es gibt Wissenschaftlich untersuchte Verfahren die die Wirtschaftlichkeit belegen. In Kombination zum Forwarder der dann bei angepassten Witterungsverhältnissen (Frost) das Holz entrückt (Kölner Verfahren, Nachzulesen z.B. unter http://www.IG-Zugpferde.de).
    Es gibt zahlreiche Diplomarbeiten zukünftiger Förster die sich mit dem Thema beschäftigt haben und die ganz klar feststellen dass wenn man die Folgeschäden der derzeitigen Praxis mitrechnen würde, das Pferd die einzige Alternative ist.
    Jeder redet von Nachhaltigkeit, regenerativer Energie etc. dies alles liefert das Zugpferd. Aus Aspekten des Tierschutzes haben wir heute den Vorteil dass nur noch Menschen mit Zugpferden arbeiten die das auch wollen. Somit die Leistungsfähigkeit kennen und die Tiere nicht überfordern.
    Klar ist auch dass der tierischen Zugkraft auch Grenzen gesetzt sind, dort kann man dann mit Rückehilfstmitteln bzw. Seilwinden arbeiten.
    Wer sich dafür näher interessiert kann sich dazu bei der IG-Zugpferde ev. informieren (www.ig-zugpferde.de)

  6. Hallo Herr Kunz;

    Vielen Dank für Ihre Email! Ich habe mir Ihre Website angeschaut und möchte gerne zu den dargestellten Sachverhalten Stellung nehmen.

    Kurz zu mir: Ich bin studierter Biologe und arbeite primär freiberuflich im landschaftsplanerischen Bereich. Meine Schwerpunkte sind dabei verschiedene Tiergruppen (Schmetterlinge, Heuschrecken, Libellen, Herpetofauna). Im Rahmen des Artenschutzprogramms Schmetterlinge bin ich mit dem Schutz besonders gefährdeter (vom Aussterben bedrohter) Arten betraut. Im Rahmen meiner Dissertation habe ich mich außerdem intensiv mit dem Thema „Naturschutz im Wald“ auseinander gesetzt.

    Auf Ihrer Website kritisieren Sie vor allem die forstliche Praxis immer größere Maschinen zu nutzen, die dann zu Bodenschäden und Verwüstungen des Landschaftsbildes führen. Ich kann Ihnen nur aus faunistischer Sicht eine Antwort auf die dargestellten Sachverhalte geben: Die positiven Aspekte für die Gelbbauchunke, eine der im Gebiet wichtigsten und europarechtlich geschützten Arten, wurden ja bereits im Rahmen anderer Stellungnahmen herausgestellt. Hierzu ist noch zu ergänzen, dass die Gelbbauchunke sicherlich keine reine Art der Auen war, sondern auch historisch im Wald in entsprechenden Suhlen von Megaherbivoren vorkam. Vom Einsatz der großen Maschinen und der dadurch entstehenden Rückegassen mitsamt der entstehenden Bodenverletzungen können allerdings noch zahlreiche weitere Arten (z.B. Kammmolch, aber auch viele lichtliebende Schmetterlingsarten und Rohbodenkeimer unter den Pflanzen) profitieren.
    Diesen Sachverhalt möchte ich gerne noch etwas ausführen: Das größte Problem, das aktuell in unseren Wäldern herrscht, ist der Mangel an Licht. Dieser kommt durch die aktuelle Hochwaldnutzung zustande. Um was es nun eigentlich geht: Lichtwaldarten (nicht nur Schmetterlinge, sondern mehrere hundert Arten aus unterschiedlichen Gruppen, auch Vögel und Pflanzen) gehören aktuell zu den am stärksten gefährdeten Gruppen in Mitteleuropa. Während der vergangenen Jahrhunderte fanden sie in traditionell bewirtschafteten Wäldern (Waldweide, Nieder- und Mittelwaldnutzung) geeignete Habitate, später dann in den strukturell ähnlichen Kahlschlägen. Während der letzten beiden Jahrzehnte sorgten die Stürme Wiebke und Lothar regional noch für Ersatzlebensräume. Mit dem auch vom Naturschutz vehement geforderten Kahlschlagsverbot und der Einführung der „naturnahen Waldwirtschaft“ stehen nun im Zuge des Zuwachsens der Sturmwurfflächen zahlreiche Arten vor dem Aus. Nicht nur in Baden-Württemberg, sondern in ganz Deutschland (bzw. Mitteleuropa) sind die Populationen echter Lichtwaldarten, die im Offenland keine Ersatzlebensräume finden, vom Aussterben bedroht. Hierzu zählen etwa der Eschen-Scheckenfalter (Euphydryas maturna, noch 1 Vorkommen in BaWü), der Gelbringfalter (Lopinga achine, 4 Vorkommen), das Wald-Wiesenvögelchen (Coenonympha hero, 5 Vorkommen, eines davon im Schönbuch), der in Deutschland nur noch auf der Schwäbischen Alb vorkommende Blauschwarze Eisvogel (Limenitis reducta), der Schwarze Apollo (Parnassius mnemosyne) oder der Braune Eichen-Zipfelfalter (Satyrium ilicis, 3 Vorkommen, eines davon im Schönbuch). Unzählige weitere Arten werden in ihrer Gefährdung in den nächsten Jahren stark zunehmen, darunter Arten aus den verschiedensten Gruppen (Schmetterlinge: Braunfleckiger Perlmutterfalter (Boloria selene), Silberfleck-Perlmutterfalter (Boloria euphrosyne), Feuriger Perlmutterfalter (Argynnis adippe), Schlüsselblumen-Würfelfalter (Hamearis lucina)…, Vögel: Berglaubsänger, Heidelerche, Ziegenmelker, Haselhuhn (wohl bereits erloschen), Auerhuhn, Neuntöter…, Heuschrecken: Bunter Grashüpfer (Omocestus viridulus), Rotleibiger Grashüpfer (Omocestus haemorrhoidalis), Kleiner Heidegrashüpfer (Stenobothrus stigmaticus)…, Reptilien: Kreuzotter (Vipera berus), Äskulapnatter (Zamenis longissimus), Mauereidechse (Podarcis muralis)…Pflanzen: Weißes Fingerkraut (Potentilla alba)). Weiterhin gibt es zahlreiche Arten, die wir heutzutage als reine Offenlandarten einstufen, die aber früher wahrscheinlich ihren Verbreitungsschwerpunkt im Lichtwald hatten.

    Wie kommt es nun zu dieser prekären Situation? Jahrzehntelang wurde gerade vom ehrenamtlichen Naturschutz und seinen Verbänden eine Abkehr von der Kahlschlagswirtschaft und die Einführung naturnaher Waldbewirtschaftung gefordert. In Kreisen der Verbände geht dies meist mit dem romantisierten Bild unberührter Natur und urwaldartigem Dauerwald einher. In Naturschutzfachkreisen spielt häufig der Begriff „potentielle natürliche Vegetation“ eine wichtige Rolle, der ganz Mitteleuropa unter dichtem Wald verschwinden lässt. Dass es hierzu alternative Ideen (Megaherbivoren-Theorie) gibt, wird allzu gerne verschwiegen, auch um möglichen Konflikten mit dem Forst auszuweichen. Die Theorie stützt sich auf die These, dass Mitteleuropa vor Besiedlung des Menschen durch Groß-Säuger (Megaherbivoren), durch die Dynamik der Flüsse und durch natürliche Katastrophen (z.B. Brände) keinesfalls dicht mit Wald bestanden war, sondern eher ein parkartiges Aussehen hatte. Pollenanalysen, die anscheinend aufgrund des Fehlens von Gräsern den Dauerwald belegten, konnten mittlerweile widerlegt werden, u.a. durch die weite Verbreitung von Lichtbaumarten wie Eiche und Hasel in diesen Proben und die weitgehende Übereinstimmung mit Proben aus aktuellen Weidelandschaft-Großprojekten.

    Naturschutz spielt sich heutzutage weitgehend im Offenland ab. Dass wir dort mit allen Mitteln versuchen, traditionelle Bewirtschaftungsformen (Beweidung, Streumahd) zu erhalten, im Wald diese jedoch (gesetzlich) verhindern, ist geradezu krotesk. Die weitgehende Mehrheit der Naturschutzgebiete befindet sich im Offenland. Bei Wald-Naturschutzgebieten handelt es sich dann meist um Bann- und totholzreiche Wälder, die natürlich auch ihre Daseinsberechtigung haben. Doch hier sollte zukünftig der Fokus viel stärker auf der Öffnung der Wälder z.B. durch regionale Wiedereinführung traditioneller Waldbewirtschaftung gelegt werden.

    Wenn sich diese Sachlage innerhalb der nächsten Jahre nicht ändert, wird hier das passieren, was eigentlich mit allen Mitteln verhindert werden soll: Das Aussterben indigener Arten und das nicht nur baden-württemberg-weit.

    Wir brauchen also wieder mehr Offenstrukturen innerhalb der Wälder, ob diese nun über die regionale Wiedereinführung historischer Waldnutzungssysteme, über ein räumlich-zeitlich verteiltes Netz von Kahlschlägen oder über bereisweise Auflichtungen entstehen. Vom artenarmen Dauerwald (z.B. unser Buchen-Mischwald im Schönbuch) haben wir mittlerweile leider mehr als genug. Dieser ist m. E. mit kilometerweiter gleichförmiger Offenlandschaft (z.B. Wiesen, Felder) gleichzusetzen und ähnlich verarmt an wertgebenden Arten. Wir brauchen mehr Strukturvielfalt, Lebensraumkomplexe, mosaikartige Landschaften, fließende Übergänge von Wald zu Offenland…

    Folgende Beiträge erfahrener und angesehener Tierökologen ergänzen meine Stellungnahme:

    http://www.waldnaturschutz-forstbw.de/page698.html

    http://www.waldnaturschutz-forstbw.de/page697.html

    Viele Grüße Thomas Bamann

    • Hallo Hr. Bamann,

      interresanter Bericht den Sie da schreiben.
      Ich bin auch dafür dass man Biotope für diese schützenswerten Lebenswesen einrichtet.
      Aber nicht dadurch dass man die falsche Arbeitssysteme einsetzt. Ich denke Sie kennen, durch ihr Studium, die Probleme die diese Bewirtschaftung unserer Wälder mit sich bringen… Bodenverdichtung auf Jahrhunderte , Erosion, Zerschneidung von Ökosystemen, gestörter Gasaustausch im Boden und die Unbefahrbarkeit der Rückegassen was wiederum in Zukunft zum Anlegen neuer Rückegassen führt. Alternativ dazu werden Rückegassen befestigt was wiederum die Biotope zerstört….
      Rückeschäden führen zur Entwertung am verbleibenden Bestand.
      Ich denke man muß angepasste Technik bei den richtigen Witterungseinflüssen einsetzen. Das wäre eine Lösung. Aber wer kann sich im internationalen Wettbewerb den Stillstand eine Forstmaschine noch leisten ? Es gibt Mitwettbewerber die zu Dumpingpreisen arbeiten… und denen ist der Wald ziemlich egal.

      Mit freundlichen Grüßen

      C.Rempp

  7. Aha, Rückegassen und knietiefe Reifenabdrücke bilden wertvolle ökologische Nischen für Gelbbauchunken. Wer derartiges verzapft glaubt das doch nicht etwa?
    Klar, wenn man nebendran Tümpel zuschüttet, Die Landschaften mit Autobahnen verbaut und natürliche Wildwechsel zerschneidet müssen sich die Tiere eben mit dem begnügen was übrig bleibt. Zudem freuen sich Mückenschwärme über die traumhaften Brutbedingungen…ohne Natürliche Feinde. Ach nein, die Gelbbauchunke wird sicher die Larven essen. Der Mensch als Biotop-Erschaffer!
    Weitere Lebensräume entstehen. Plötzlich wächst Gras im Wald,das freut die Mäuse…darin könne sie sich ja so schön verstecken. Und das freut die Zecken, dienen doch gerade Mäuse (die es im Wald eigentlich gar nicht gibt!) als erster Wirt. Die große Zahl an Schwarz- und Rehwild stellt dann gleich den zweiten Wirt dar…und der Waldbesucher fragt sich, wo plötzlich die ganzen Zecken herkommen?
    Wer sich mit unserem Wald und die derzeitige profitgetriebene Abholzung näher befassen möchte, dem kann ich das Buch empfehlen:
    Der Wald – ein Nachruf: Wie der Wald funktioniert, warum wir ihn brauchen und wie wir ihn retten können – ein Förster erklärt
    Von Peter Wohlleben

  8. Sehr geehrte Initiative „Schützt den Schönbuch“,

    ich finde es absolut notwendig und gut, dass es Menschen gibt, die sich noch für die Natur einsetzen und sich der rücksichtslosen Ausbeutung der Natur entgegenstellen.
    Auch ich bin entsetzt über die Methoden der Forstwirtschaft. Wenn ich vor ca 20 Jahren durch unseren Holzgerlinger Stadtwald gewandert bin, da habe ich noch einen Wald gesehen mit zum Teil recht alten, dicken Bäumen. Wenn ich jetzt durchmarschiere, findet sich so gut wie kein Baum mehr, der einen Stammdurchmesser von mehr als 20 cm hat. Ein Gefühl von Wald kommt da nur noch schwerlich auf und von Nachhaltigkeit kann meiner Meinung nach keine Rede sein. Wenn man dann noch liest, dass im Haushalt der Stadt Holzgerlingen die Waldbewirtschaftung ein Defizit von 47600 Euro verursachte so muss man sich doch fragen,ob es nicht sinnvoller wäre, wenn man große Flächen des Waldes sich selbst überlassen würde. Das finanzielle Defizit könnte nicht viel größer ausfallen und sehr viele(naturverbundene) Menschen, Tiere und Pflanzen hätten einen großen Vorteil davon.
    Dr. Ute Teufel

  9. Es ist richtig, daß die Forstbehörde für seine rigide Holzwirtschaft von seiten der Schönbuch-Besucher Druck bekommt. Die rücksichtslose Art und Weise der Waldnutzung muß endlich erörtert werden. So darf es nicht sein, daß nur die Stämme herausgeholt werden (bringt Geld) und die Zweige und Äste als Holzabfall liegen bleiben.(Pflege kostet Geld). Große Reviere in Stadtwäldern und Schönbuch sind mittlerweile voll mit Gestrüpp, so daß kein Mensch noch Tier mehr durchkommt.

  10. Lieber Herr Kunz,

    ich als Steuerzahler und daher Teilhaber des Landeswaldes sehe das etwas differenzierter. Grundsätzlich möchte ich für den Wald keine Steuergelder aufwenden, da die Länder bereits überschuldet sind und nicht noch weiter zu Lasten künftiger Generationen wirtschaften sollten. Somit kann im Schönbuch aus meiner Sicht nur soviel für Naturschutz und Erholung wieder ausgegeben werden, wie aus der Bewirtschaftung dieser Wälder übrig bleibt. Derzeit ist das wie ja andere bereits erwähnt haben noch nicht mal der Fall, man erreicht bereits jetzt ein Defizit. Sollte also der Ertrag aus der Waldbewirtschaftung durch historische Bewirtschaftung weiter zurückgehen bzw. ganz entfallen, so wären auch Standards für die Waldwege, die Erholungseinrichtungen, der Gatterzaun nicht zu halten und notfalls ganz aufzugeben. Ich glaube kaum das die Mehrheit der Bevölkerung dies möchte, da der Wald an den Wochenenden als Erholungsraum sehr stark genutzt wird.

    • Zur Information: Es ist zumindest über das Internet schwierig, herauszufinden, ob ForstBW Gewinn oder Verlust einfährt. Es gibt aber eine Quelle, die für das Jahr 2012 einen Gewinn von 33,4 Millionen Euro meldet. Es steht in Ausgabe 2/2013 der Mitteilungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von ForstBW „ForstBW Intern“ auf Seite 2 im Artikel „Minister Bonde besucht Dienstbesprechung“, diese will ich hier mal verlinken: http://www.landkreis-emmendingen.de/PDF/ForstBw_INTERN.PDF?ObjSvrID=1406&ObjID=3717&ObjLa=1&Ext=PDF&WTR=1&_ts=1369977874
      Für 2013 habe ich keine Angaben gefunden.

    • Sehr geehrter Herr normaler Bürger.

      nehmen wir einmal an, eine solche Maschine wäre durch Ihren Garten gefahren und hätte entsprechende Spuren hinterlassen.

      Wie würden Sie reagieren?

      Folgende Vorgehensweise stünde Ihnen zu:

      Anzeige bei der zuständigen Behörde. Beurteilung der Bodenschäden durch unabhängige Gutachter. Ermittlung der Sanierungskosten, Sanierung der Schäden.

      Offenbar gibt es einen rechtsfreien Raum, der es Forst BW ermöglicht, die Waldbewirtschaftung unter Inkaufnahme schwerer Schäden an den Böden und – ich vermute – mit der Konsequenz einer Verringerung der Lebensvielfalt zu betreiben.
      Zur Klärung der rechtlichen Grundlage der forstliche Tätigkeit im Wald wünschen wir eine Bürgerbefragung. Zuvor müssen die Schäden und die Sanierungskosten in einem unabhängigen Gutachten festgestellt werden, damit diese den Bürgern bekannt sind um die Tragweite der aktuellen Bewirtschaftung zu erkennen. Der Schönbuch soll schließlich ein Modellversuch zu einer Umorientierung in der Forstwirtschaft, zu einer Verbindung von ökologischem Waldbau und Bürgerwald werden. Auch das soll Teil der Umfrage sein. Der Mittlere Neckarraum ist ein europaweit bedeutender Wirtschaftsraum, ist erste Adresse. Die Bürger erarbeiten ein Viertel des BIP des Landes Baden-Württemberg. Das zu wissen genügt.

  11. Ein Defizit?
    Gemeinden mit 100-200 Hektar mögen ein defizit schreiben. Weil sich damit die Bewirtschaftung nicht lohnt. Kommunen mit 2000 Hektar Besitz am Schönbuch oder der Staatswald im Schönbuch liefern schön an öffentlichen Haushalt ab . Wald stopft gerade Haushaltslöcher und kostet nicht wie das vermeintlich in Kleinstkommunalwäldern rüberkommt Geld.
    Bayern Forst feiert 70 Mio Gewinn. Forst BW waren um 2012 ca knapp 30 Mio..Gewinn und schön abzuführen an die Landeskassen. Hurra!!
    Defizitär ist anders lieber normaler Bürger. Wald ist zur Melkkuh verkommen.

  12. Sehr geehrter Herr Kunz,

    ich finde es lobenswert, dass Sie auf zahlreiche Missstände in der mechanisierten Holzernte aufmerksam machen. Allerdings ist der Wald ein komplexes Themenfeld und auch Sie weisen Wissensdefizite auf. Wie Herr Bamann bereits ausführlich beschrieben hat, sind lichte Wälder von hohem naturschutzfachlichen Wert. Ein anderer Punkt ist, dass immer wieder die ungepflegten, unaufgeräumten Wälder kritisiert werden. Dabei sind im Kronenabraum wertvolle Nährstoffe enthalten und Totholz ist ebenfalls naturschutzfachlich wertvoll. Und inzwischen bringt die Vollbaumernte zur Energiegewinnung Geld, was auch ForstBW entdeckt hat. Ein Blick in die Forstgeschichte erläutert die Folgen eines ausgekehrten Waldes.
    Für mich als Forstwissenschaftlerin ist ForstBW übrigens ein nicht akzeptabler Arbeitgeber geworden durch seinen Controlling-Wasserkopf, der mit Kennzahlen um sich wirft, und einer in vielen Bereichen nicht nachhaltigen forstlichen Praxis. Deshalb habe ich mich für die aktuell ausgeschriebenen Trainee-Stellen für den höheren Dienst nicht beworben.

    • Die Förster müssen sich erkenntlich zeigen und die Forstverwaltung gibt sich Mühe. Das war heute klar erkennbar. Ein schöner Ansatz von Forst BW.
      Forst BW spricht von Kostenoptimierung durch diverse Holzrückeverfahren, sprich es geht anscheinend nicht anders.
      In Wirklichkeit geht es um Gewinnoptimierung und es ginge anders sofern man es denn wollte. Das ist der springende Punkt.
      Jeder 2000 Hektar Forstbetrieb wirft heute im Schnitt ca 250000 Euro als Reingewinn an den Besitzer ab. An die Kommunen oder den Staatswald.
      Für die momentan so gelobten Bänder auf den grossen Holzrückemaschinen bezahlt die Forst BW einen Satz von gerademal 50 cent pro gerücktem Festmeter.
      Anschaffungspreis der Bänder ca 15000-20000 Euro.-
      Montage und Transport, Transport und Montage sind aufwändig mit Zeitverlust und nur mit zusätzlichen Investitionen in Form von Anhängern, Personal und möglichst wenig Hiebswechseln zu leisten.
      Das Problem der Forst BW ist der momentane Ansatz. Es gilt Ökonomie und nochmals Ökonomie. Dann kommt ein klein bischen Ökologie und ganz wenig soziales. Bei grossem Anspruch bezahlt man ganz wenig Geld.
      Auch nach der heutigen Veranstaltung weiterhin bedenklich. Höchst bedenklich!

  13. Sehr geehrtes Damen und Herren der Initiative,

    Ihr Projekt ist interessant. Eine Bitte habe ich: Sie sprechen im einleitenden Text von Verstößen gegen das Waldgesetz für Baden-Württemberg. Könnten Sie freundlicherweise entsprechende Artikel des Gesetzestextes auf Ihrer Website veröffentlichen? Ich kenne das Waldgestz für Baden-Württemberg nicht und es wäre für mich sowie andere Leserinnen und Leser Ihrer Seite meines Erachtens eine Erleichterung, wenn Sie die Verstöße konkretisieren könnten.

    Haben Sie vielen Dank für Ihre Bemühungen.
    L.-F. Baumann

    • Sehr geehrter Herr Baumann,

      Wir sind natürlich keine Juristen, daher sind unsere Bewertungen mit Vorsicht zu geniessen. Herr Kunz hat sich im Einleitungstext auf das Landeswaldgesetz, 3. Teil, 1. Abschnitt und folgende bezogen. Die Texte befinden sich schon im Netz: Landeswaldgesetz, 3. Teil 1. Abschnitt.
      Ob es sich jetzt an dieser Stelle wirklich um ein Gesetzesbruch handelt, kann und will ich persönlich nicht beurteilen. Ich würde am liebsten die entsprechende Textpassage einfach entfernen, da es nicht wirklich zu einer fruchtbaren Diskussion führt.

      • Sehr geehrter Herr Paulus,

        haben Sie vielen Dank für Ihre Rückmeldung und den Abschnitt im Gesetzestext. Ich bin ebenfalls kein Jurist, für mich gehen dabei die Maßnahmen, vorsichtig gesagt, mit dem Gesetz konform. Boden und Bodenfruchtbarkeit sollen bei einer pfleglichen Behandlung erhalten bleiben, Nutzungen sollen schonend ausgeführt werden. So wie ich es verstanden habe, wurden Bestände zur Durchforstung mit einer systematischen Feinerschließung belegt. Hierbei werden in gewissen Abständen (oft 30 m) Rückegassen mit 3,5 – 4,5 m Breite ausgewiesen. Dort, und nur dort, wird mit Maschinen gefahren. Bei Kranlängen von bis zu 15 m kann beidseitig der Gassen durchforstet werden. Wenn man sich nun einen Hektar Wald als ein Quadrat mit 100 m Seitenlänge vorstellt, zugegebenermaßen ein wenig schematisch gedacht, bedeutet dies 3 Rückegassen à 4 m Breite * 100 m Länge. Somit fallen 1200 m2 aus der Nutzung. Bei einem Hektar Fläche sind das 12%. Das wiederum bedeutet, das auf 88% der Fläche nachhaltige und schonende Nutzung möglich ist. Früher wurde mit Schleppern, deren Reifen hart und schmal waren, kreuz und quer durch den Bestand gefahren, um keinen (Fuß-)Schritt zuviel tätigen zu müssen. Dabei reduzierte sich die Bodenfruchtbarkeit innerhalb der Bestände. Ein Fortschritt also, davon abgekommen zu sein. Meine Einschätzung ist, dass Wald schon immer bewirtschaftet wurde, dies jedoch heutzutage sichtbarer geworden ist, da Flächen und auch Maschinen größer geworden sind. In wenigen Jahren werden die Spuren nicht mehr sichtbar, da zugewachsen sein. Warten wir es ab.

        Mit freundlichen Grüßen,
        L.-F. Baumann

        • Sie haben natürlich Recht, der Wald, und auch der Schönbuch, wird schon seit Jahrhunderten bewirtschaftet, und das soll sich auch nicht ändern. Möglicherweise haben Sie ebenfalls Recht mit der Einschätzung, dass die Bewirtschaftung den juristischen Vorgaben entspricht. Wie schon geschrieben, kann ich das nicht beurteilen. Ich sehe aber einen deutlichen Konflikt zwischen der Waldbewirtschaftung und der Funktion als Naherholungsgebiet und Schutzgebiet (was auch immer das juristisch bedeuten sollte). Gerade im Falle des Schönbuches und im Kontext des „Wald des Jahres 2014“ würde ich mir eine Waldwirtschaft wünschen, die sich mit der Naherholung besser verträgt, denn genau das ist unser primärer Kritikpunkt. Dies ist möglich, erfordert aber entsprechenden Willen und Engagement der Betreuer „unseres“ Schönbuchs sowie der Politik.

  14. Liebe „Macher“ von diesem Blog,
    jahrelang bin ich jeden Morgen im Schönbuch und Hardtwald unterwegs gewesen, irgendwann konnte ich es einfach nicht mehr ertragen, mich den Auswüchsen von Ignoranz und Totalökonomisierung in der Forstwirtschaft auszusetzen. Gerade wenn man den Wald liebt, kann man doch nicht mit verbundenen Augen durch ihn hindurchgehen, an manchem Morgen, wenn ich die Rückegassen und den Zustand der Bäume und des Waldbodens nach dem forstwirtschaftlichen Zugriff gesehen habe, war ich mir wirklich nicht mehr sicher, welcher Krieg hier vor Kurzem getobt hatte. Man soll ja mit großen Worten immer sehr vorsichtig umgehen, um sie nicht abzunutzen, aber der Krieg, der im Schönbuch und natürlich vielen anderen Wäldern geführt wird, ist unerträglich und ich bin froh, daß es Menschen gibt, wie sie, die ihre Lebenszeit dafür einsetzen, daß die Menschen an konkreten Beispielen sehen können, wie unser aller Lebensgrundlage – die Natur Tag für Tag zerstört werden

  15. Hallo,

    ich denke, man darf hier nicht alles so schwarz malen. Wenn man den Holzverbrauch gegen die potenziellen Arbeitnehmer im Forst gegenrechnet, sind wir auf die Maschinen angewiesen. Immer weniger junge Leute wollen im Forst arbeiten.

    Vorteile der Maschinen:
    1. Hohe Leistung bei Käferholz und Sturmholz dadurch weniger gefährliches Totholz im Wald und an den Straßenrändern; schnelle geräumte Straßen nach einem Sturm; Schnelle Verkehrssicherung an Straßenrändern durch schnellere Maßnahmen (Straße muss nicht so lange gesperrt bleiben, dadurch weniger Staus etc.)
    2. Totesfälle im Forst sind drastisch zurück gegangen
    3. Privatwälder werden bewirtschaftet, die sonst niemand bewirtschaften würde.

    Nachteile der Maschinen:
    1. Teils Hoher Bodendruck (je nach Bereifung + Bänder)
    2. Gassen werden benötigt
    3. Schäden (je nach Fahrer Ausbildung mehr oder weniger)

    Lösungen:
    1. Eine Forstmaschine muss bei den derzeitigen Sätzen 2000- 2500 Stunden im Jahr laufen um kostendeckend arbeiten zu können. Diese Stunden Zahlen sind für Mensch und Natur nicht zumutbar. Die Maschinenführer können keine Rücksicht auf Witterung und sonstige Einflüsse mehr nehmen. Und da liegt meiner Ansicht nach das Problem. Nehmen wir mal an, die Sätze würden um das doppelte Steigen (was bei den Holzpreisen machbar wäre), dann müsste die Maschine nur noch ca. die hälfte der Stunden laufen um kostendeckend arbeiten zu können. Dadurch könnte man mehr Rücksicht auf die Natur (arbeiten bei entsprechender Witterung, Trocken oder Gefroren) und mehr Sorgfallt walten lassen (Maschinen nicht so voll laden etc.).

    2. Durch die Ausschreibungen mit dem Kriterium „der billigste bekommt den Zuschlag“ werden neu Entwicklungen zur Schonung der Natur gebremst. Kein Unternehmer geht ein Risiko ein, eine Maschine zu kaufen, die sehr Bodenschonend ist, wenn sie 100.000- 200.000€ mehr kostet. Dass weis auch die Forstmaschinen Industrie und stellt solche Entwicklungen wieder ein (siehe Schreitharvester oder Elliator), oder geht solche Entwicklungen erst gar nicht an.

    Jedenfalls ist meine Meinung, durch ne anständige Bezahlung an Arbeiter und Unternehmen, ändert sich automatisch einiges an dieser Situation.

    Mit freundlichen Grüßen

  16. Sehr geehrte Initiatoren von Schützt den Schönbuch,

    wir, die IG Zugpferde Baden-Württemberg, führt in Zusammenarbeit mit ForstBW die von Ihnen erwähnte Veranstaltung zum Bodenschutz mit Pferd und Technik durch.
    Dazu möchten wir Sie als Initiative die sich dem Schutz der Böden zur Aufgabe gemacht hat, am 29./30.10.2015 nach Weil im Schönbuch bei der Weiler Hütte Tübinger Str.100 71093 Weil im Schönbuch einladen.

    Ich denke diese Veranstaltung ist eine Möglichkeit zu sehen was mit Hilfe des Rückepferdes gehen könnte.

    Programm:
    Donnerstag, 29.10.
    •11:00 Uhr: Gruppenführungen für Fachpublikum
    •14:00 Uhr: Gruppenführungen für die interessierte Öffentlichkeit

    Freitag, 30.10.
    •10:00 Uhr: Gruppenführungen für Fachpublikum
    •13:30 Uhr: Gruppenführungen für die interessierte Öffentlichkeit

    Wir, der gesamte Vorstand der IG-Zugpferde Baden-Württemberg, würden uns freuen Sie als Besucher auf dieser Veranstaltung begrüßen zu dürfen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Carsten Rempp

    • Sehr geehrter Herr Rempp,

      Vielen Dank für die Einladung. Ich hoffe, die Einladung gilt ebenso für alle Leser unserer Webseite.

      Viele Grüße

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